(shp) Lüchow - Lüchows stellvertretender Gemeindewehrführer Ralf Löding wollte seinen Augen nicht trauen, als er Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr die Sirene hörte und kurze Zeit später feststellen musste, das das eigene Feuerwehrgerätehaus mit angrenzenden Gemeindehaus brannte. Der dichte dunkle Qualm der unter den Dachpfannen hervor drang ließ nichts Gutes ahnen. „Einige meiner Feuerwehrleute liefen sofort in unser Gebäude und retten unseren Tragkraftspritzenanhänger (TSA) sowie die persönliche Schutzausrüstung der 33 aktiven Feuerwehrleute“, sagte der stelv. Wehrführer Ralf Löding. Bereits kurze Zeit später hatte sich der dichte beißende Qualm im Inneren so schnell ausbreitet, dass ein betreten ohne Atemschutz nicht mehr möglich war. Die Integrierte Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe löste sofort für die umliegenden Feuerwehren aus Lüchow, Sandesneben, Steinhorst, Klinkrade, Labenz und Duvensee sowie für eine RTW Besatzung aus Steinhorst Großalarm aus. „Insgesamt rückten die sechs Feuerwehren mit 70 Einsatzkräften aus“, so Amtswehrführer Dieter Stahmer. „Weil das Feuer schnell mehrere Quadratmeter Dachfläche in Brand gesetzt hatten, setzte wir mehrere Atemschutztrupps in Innenangriff ein“, erklärte Löding. Zusätzlich löschten mehrere Trupps von außen das brennende Dach. Sichtlich geschockt mussten die Feuerwehrleute aus Lüchow mit ansehen, wie das Gemeindehaus mit ihrem angebauten Feuerwehrgerätehaus den Flammen zum Opfer viel. „Jetzt sind wir zunächst abgeschnitten weil nicht nur unsere Unterkunft sonder auch unsere Sirene durch den Brand zerstört wurde“, erklärt Ralf Löding
Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde das Ausmaß der Zerstörung sichtbar: „Das Erdegeschoss vom Gemeindehaus hat das Feuer zwar überstanden dafür wurde es durch das viele Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen“, sagte Amtswehrführer Dieter Stahmer. Zur Brandursache konnten noch keine Angaben gemacht werden, fest steht bisher nur, dass eine Firma kurz vor Brandausbruch damit beschäftigt war Schweißarbeiten an der Dachrinne auszuführen. Die Kriminalpolizei nahm noch am Nachmittag die ersten Ermittlungen auf. Die Hauptstraße war bis 17:30 Uhr für die Dauer der Löscharbeiten komplett gesperrt. Zahlreiche Schaulustige verfolgten den Feuerwehreinsatz vom Straßenrand mit. „Die Polizei hat das Gebäude beschlagnahmt. Die Ermittlungen sind angelaufen“, sagte Polizeipressesprecherin Sonja Kurz. Personen wurden beim dem Feuer nicht verletzt. Zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Weil auch die Sirene das Feuer nicht überstanden hatte, kann die Freiwillige Feuerwehr Lüchow zunächst nicht alarmiert werden. „Der Anhänger sowie die Schutzausrüstung wird wohl erst einmal in einer Scheue untergebracht werden müssen“, so der in sich gekehrte stellvertretende Wehrführer Ralf Löding.